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"Peenemünde Compassion"

Seiji Tanaka, Yasuko Kozaki, Noam Sivan, Günter Raupp, Sibylle Duhm-Arnaudov  

Siemensstr. 11
70469 Stuttgart

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Event organiser: Theaterhaus Stuttgart e.V., Siemensstraße 11, 70469 Stuttgart, Deutschland
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Peenemünde Compassion - Hoffnung

Auf der Basis unseres ersten Stückes „Peenemünde Compassion - Vernichtender Fortschritt“ haben wir unser neues Stück “Peenemünde Compassion - Hoffnung“ entwickelt. Während wir in unserem ersten Stück die verheerenden Folgen des Missbrauchs von Kreativität und Forschergeist in den Mittelpunkt gerückt haben, suchen wir, die deutsche Künstlerin Sibylle Duhm-Arnaudov, die japanische Sängerin Yasuko Kozaki, der israelische Komponist und Pianist Noam Sivan und der japanische Buoth - Tänzer Seiji Tanaka zusammen einen Ausweg aus dieser Ambivalenz von Forscherdrang und dessen Missbrauch durch Machtinteressen und Gier.

Impulsgeber für unser erstes Stück war die ehemalige Heeresversuchsanstalt Peenemünde, in der im Zweiten Weltkrieg unter der Leitung von Wernher von Braun die Trägerraketen „V1“ und „V2“ entwickelt und mit Hilfe von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern hergestellt wurden.
Die Technologie entstand ursprünglich aus dem Wunsch, Raketenantriebe zu entwickeln, um in weitere Dimensionen der Luftfahrt vorzudringen. Sie wurde dann jedoch von den Nationalsozialisten zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen furchtbar missbraucht. Später, am Kriegsende nach USA geflüchtet und dadurch der Verurteilung für seine Tätigkeit entgangen, legte Wernher von Braun damit aber auch den Grundstein für die Mondlandung.

Die Corona-Pandemie zeigt uns, dass wir zusammen in einer Welt leben und global aufeinander angewiesen sind. Die unterschiedlichsten Kulturen werden immer mehr lernen müssen, sich gegenseitig zu achten, zu respektieren und voneinander zu lernen, um zu überleben. Deshalb gehen wir der Frage nach, wie der Drang zu Gewalt und massenhafter Vernichtung entsteht und was uns Menschen retten kann.

Während wir in unserem ersten Stück hauptsächlich aus deutscher und japanischer Sicht gearbeitet haben, hat sich unser Blickwinkel nun erweitert. Wir vereinen jetzt nicht nur die Sichtweisen verschiedener Kulturen, sondern auch die verschiedener Religionen wie Christentum, Buddhismus/Shintoismus und Judentum, auf die Frage nach der Menschlichkeit im Menschen.

Das Team:
Noam Sivan - Komponist, Pianist und Improvisator. Sein Konzept der klassischen Improvisation erlaubt es uns, eine integrale Verbindung zwischen Text, Tanz und Musik herzustellen, so dass die verschiedenen Kunstformen organisch miteinander interagieren. Ebenso sind festgeschriebene Kompositionen von ihm Bestandteil des Musikprogramms.

Yasuko Kozaki – Sängerin. Mit Ihrer Stimme verbindet sie klassischen Gesang und Improvisation, in der sie die Grenzen des Gesangs überschreitet und die ganze Bandbreite der menschlichen Stimme nutzt. Zusammen mit Sibylle Duhm-Arnaudov hat sie das Stück konzipiert und zusammen mit Noam Sivan in die musikalische Form gegossen.

Seiji Tanaka – Butoh-Tänzer. Mit den Mitteln des Butoh-Tanzes setzt er die musikalische Form in körperliche Bewegung um und macht so Inhalte und emotionale Strömungen auch visuell und physisch erfahrbar.

Günther Raupp – Fotograf, Filmemacher und Designer bringt mit seiner Kamera die Atmosphäre von Peenemünde auf die Bühne.

Sibylle Duhm-Arnaudov - bildende Künstlerin. Sie schafft konzeptionell und literarisch den inhaltlichen Rahmen und die Grundstruktur des Stücks. Mit Bühnenbild und Gesamtregie verflicht sie die verschiedenen künstlerischen Formen zu einem Gesamtkunstwerk, das auf der Bühne so auch seine visuelle Gestalt entfalten kann.

- Improvisation für Stimme
Der Einsatz der Stimme erfolgt auf vielfältige Weise - nicht nur als Gesang, sondern auch vokalisierend, schreiend, lachend, und vieles mehr
Diese Form der Improvisation hat nichts Zufälliges. Sie schafft aber im Rahmen intensiver Beschäftigung mit den musikalischen Möglichkeiten klar umgrenzten Freiraum für die spontane Gestaltung. Sie ermöglicht größere Unmittelbarkeit im Dialog mit dem Tänzer.

- Butoh-Tanz basiert ebenfalls auf der unmittelbaren körperlichen Umsetzung von Meditation, geistiger und seelischer Wahrnehmung im Moment. So können musikalische Elemente zeitgleich im Tanz verkörperlicht werden. Das ermöglicht es den Zuschauern, die Inhalte nicht nur mitzudenken, sondern direkt zu erleben. Butoh wird von seinen Begründern ausdrücklich als eine Reaktion auf die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki verstanden. Die seit 1959 von Kazuo Ohno und anderen entwickelte Variante des modernen Ausdruckstanzes ist wie kaum eine andere künstlerische Ausdrucksform geeignet, das Gute und die Abgründe menschlichen Lebens und Handelns zu erleben und bis zu ihren archetypischen Wurzeln zurückzuverfolgen..

Location

Theaterhaus
Siemensstr. 11
70469 Stuttgart
Germany
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Ein einziger Ort, der Kunst, Kultur und Sport verbindet – Dieser Traum ist 1985 mit der Gründung des Theaterhaus Stuttgart e.V. wahr geworden! Seit 2003 ist der Sitz in den ehemaligen Rheinstahlhallen nahe dem Pragsattel im Norden Stuttgarts. Dort sucht das Theaterhaus Stuttgart mit seinen vier Veranstaltungshallen, dem Glashaus und der Sporthalle europaweit nach seinesgleichen.

Pro Jahr sind mehr als 300.000 Besucher bei Veranstaltungen aller Art anzutreffen: Theater, Tanz, Shows, Konzerte, Comedy, Kabarett, Lesungen, Kongresse, Sportevents… Zudem richtet das Theaterhaus seit 1987 jährlich die Theaterhaus Jazztage aus, sowie seit 2015 biennal das COLOURS International Dance Festival. Mit dem Theaterhaus Schauspielensemble und der Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart erfreut sich das Veranstaltungshaus zweier ausgezeichneter und erfolgreicher Ensembles.

Das Theaterhaus Stuttgart ist eines der bedeutendsten seiner Art und inzwischen ein einzigartiges Kulturzentrum.